Der Abschnitt Elektromobilität, Seite 31f. wird auf Seite 32 in Zeile 2 vor dem letzten
Satz um nachfolgenden Text ergänzt: Dabei werden gezielt auch Stadtteile erschlossen, die sich in weniger vom ÖPNV erschlossenen Regionen befinden. Gerade dort ist der Individualverkehr noch stärker ausgeprägt. Hier werden Anreize geschaffen, dies klimaneutral durch Elektromobilität zu erreichen. Dazu werden auch vermehrt DC-Ladepunkte (Hyper-Charge) seitens HEnW Mobil an öffentlichen Standorten und in P+R-Parkhäusern errichtet.
Als Beispiel soll hier der Bezirk Harburg betrachtet werden. Doch auch in Bergedorf, den westlichen Randregionen Altonas, den nördliche Bereichen von Eimsbüttel und Hamburg Nord, dem Norden und Westen von Wandsbek und dem Westen und Osten von Hamburg Mitte, gibt es die weißen Flecken auf der Landkarte. Sehr gut ausgebaute öffentliche Ladeinfrastruktur konzentriert sich bislang auf die Kerngebiete Hamburgs. So können schnell viele Nutzer:innen erreicht werden. Das ist vergleichbar mit der Netzabdeckung der Mobiltelefonie in Deutschland. Hohe Abdeckungsquoten nach „Personenzahl“ durch Ausbau in Ballungsgebieten und abgehängte Regionen nach Flächenabdeckung.
Der Ausbau der Elektromobilität ist neben gut funktionierendem ÖPNV ein Baustein der Energie- und Verkehrswende. Nicht jede:r kann auf das eigene Fahrzeug verzichten. Dabei liegt das nicht immer an unzuverlässigen Bus- und S-Bahn- Verbindungen, von denen die Menschen im Bezirk mehr als ein Lied singen können. Gerade Stadtteile wie Cranz, Neuenfelde und Francop hängen in der Anbindung an das ÖPNV-Netz noch immer hinterher. Immerhin werden die Gebiete von Eißendorf bis Neuland und vom Binnenhafen bis Sinstorf durch hvv-hop angebunden. Allerdings nutzt das den Menschen in den Hamburger Elbgemeinden nicht. Hier ist oftmals das Auto noch wesentliche Voraussetzung für Mobilität. Doch nicht jede:r hat die PV-Anlage auf dem Dach und die – oftmals sogar geförderte – Wall-Box im Carport. Gerade bei Mieter:innen, oft im Geschosswohnungsbau, ist dies schlichtweg nicht möglich. Hier kommt es darauf an, eine verlässliche und leistungsfähige Ladeinfrastruktur zu schaffen, um den Umstieg auf umweltfreundlichere Fortbewegung zu ermöglichen.
„E-Mobilität in Hamburg leicht gemacht: Mit der Ladekarte von den Hamburger Energiewerken. nutzen Sie unseren Tarif HORIZONT Mobil im gesamten
städtischen Ladenetzwerk unserer Tochtergesellschaft Hamburger Energiewerke Mobil (HEnW Mobil) sowie an allen Ladesäulen unserer Netzwerkpartner.“
So zumindest die Eigenwerbung von HEnW. Blickt man jedoch auf die Verteilung der nach eigenen Angaben fast 1.600 öffentlichen Ladepunkten, so tut sich eine Schieflage auf: In der Karte sind für Cranz, Francop und Neuenfelde keine Ladepunkte zu finden. Die nächstgelegenen befinden sich in Finkenwerder und somit auch nicht im Bezirk Harburg. In Neugraben sind es 2 Standorte mit insgesamt 6 Lademöglichkeiten, in Neuwiedenthal sieht es genauso aus. Auch dort sind es 2 Standorte mit insgesamt 6 Lademöglichkeiten. Alle Ladepunkte von HEnW Mobil in der Region Süderelbe sind als AC-Stationen mit 22kW, also langsamen laden, ausgelegt. Bei einer Wallbox, die bis 22 kW mitbringt, dauert die Ladezeit zwischen 2
und 8 Stunden. Schon ein wenig besser sieht es im Harburger Kerngebiet aus. Die Dichte der Ladestationen ist höher und es gibt sogar eine(!) Ladestation mit zwei Lademöglichkeiten beim Midsommerland, die als DC-Lader mit jeweils 150 kW laden können.
Dabei werden gezielt auch Stadtteile erschlossen, die sich in weniger vom ÖPNV erschlossenen Regionen befinden. Gerade dort ist der Individualverkehr noch stärker ausgeprägt. Hier werden Anreize geschaffen, dies klimaneutral durch Elektromobilität zu erreichen. Dazu werden auch vermehrt DC-Ladepunkte (Hyper-Charge) an öffentlich zugänglichen Standorten und in P+R-Parkhäusern errichtet.