Der Abschnitt Sport – Hamburg Active City wird auf Seite 67 nach der Zeile 38 um nachfolgenden Text ergänzt:
Der Bevölkerungsentwicklung Harburgs entsprechend werden wir das Schul-, Vereins- und Freizeitschwimmen stärken und – möglichst in interkommunaler Abstimmung mit der Gemeinde Neu Wulmstorf – ein Kombibad in Süderelbe (Bezirk Harburg) im Fischbeker Reethen errichten.
Im Regierungsprogramm wird erwähnt: „Nur an ausgewählten Orten entwickeln wir auf bislang unbebauten Flächen neue Quartiere. Dabei achten wir besonders darauf, dass auch die umliegenden Quartiere von den Entwicklungen profitieren. So werden in Oberbillwerder und in den Fischbeker Reethen neue Schwimmbäder und Schulstandorte entstehen, die das Freizeit- und Bildungsangebot von Bergedorf bzw. Harburg insgesamt verbessern werden.“ (Quartiersentwicklung, S. 22, Zeilen 27-30).Dieses zaghafte Bekenntnis zu der Entstehung eines Schwimmbads in Süderelbe ist richtig und wichtig, doch halt nur zaghaft. Wir brauchen ein belastbares Bekenntnis zur Umsetzung. Die Region Süderelbe, im Wesentlichen der Stadtteil Neugraben-Fischbek weist eine hohe Entwicklungsdynamik auf. Während die Bevölkerung seit 2008 bis 2015 relativ stabil zwischen 27000 und 28000 Personen lag, hat sie seitdem um mehr als 6500 zugenommen (Statistik Nord). Weitere Zuwächse in bis zu fünfstelliger Zahl sind zu erwarten, bzw. durch unterjährigen Zuzug (z.B. NF72 Weidenkehre-Bauernweide) bereits erfolgt. Gemeinsam mit den Stadtteilen Altenwerder und Moorburg, Hausbruch, Francop, Neuenfelde und Cranz besteht schon heute eine Bevölkerungszahl von fast 60.000 Menschen. Hinzu kommen weitere rund 23.000 der angrenzenden Gemeinde Neu Wulmstorf. Mit bereits aktuell 83.000 Einwohner:innen wäre dieses Gebiet zusammen auf Platz 102 der Liste der Städte in Deutschland nach Bevölkerungszahl und damit direkt vor Norderstedt. Mit den erwarteten Zuzügen und weiterem Eizugsgebiet (Heimfeld, Eißendorf, …) wäre der Sprung in die Top 100 locker geschafft. Daher kann bzw. muss Neugraben-Fischbek die Rolle als bezirkliches Entlastungszentrum (wieder) übernehmen. Das erfordert allerdings auch den Ausbau der Infrastruktur und eine nachhaltige Stärkung und Belebung des Zentrums. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Umsetzung des Projekts Kombibad Fischbeker Reethen, einem Schwimmbad, das die Vorzüge von Hallenbad und Freibad dadurch kombiniert, dass im Sommer eine Hallenwand komplett zur Außenfläche geöffnet werden kann und somit eine ganzjährige Nutzung ermöglicht. Nicht zuletzt die Selbstverpflichtung des Senats im Schulschwimmen unterstreicht die Notwendigkeit des Ausbaus der Schwimmzeiten. Der Senat stellte im Juni 2023 sein Konzept zur Optimierung für das Schulschwimmen vor (Drs. 20/8276). Demnach sollen am Ende der Grundschulzeit mindestens 70 Prozent der Schüler*innen die Bedingungen für das Jugendschwimmabzeichen „Bronze“ erfüllen. Die Quote der Schwimmfähigkeiten ist jedoch über Stadtteile und Bezirke stark unterschiedlich. So betrug sie im SJ 22/23 in den Stadtteilen Cranz 84,62 %, Harburg 18,99 %, Hausbruch 59,02 %, Heimfeld 67,72 %, Neuenfelde 75,51 %, Neugraben-Fischbek 59,60 % und Rönneburg 53,97 %. Hier hat die Bezirkspolitik auf Anregung der SPD-Fraktion gemeinsam mit dem Gemeinderat Neu Wulmstorf schon 2017 Beschlüsse zu einer interkommunalen Lösung gefasst. Nunmehr sind diesen Beschlüssen eine Machbarkeitsstudie (PROFUND Consult GmbH) und auch ein Letter-of-Intent (LoI) gefolgt, in dem Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen und Bürgermeister Tobias Handtke die Absichtserklärung unterzeichneten. Ein Standort im Fischbeker Reethen ist bereits
vorgesehen und die bisherigen Standorte sind sowohl in Neugraben-Fischbek, als auch in Neu Wulmstorf mögliche Potenzialflächen für Wohnungsbau und somit weiterem Bedarf für das Kombibad. Nicht zuletzt zeigt das Ergebnis der Studie zur Machbarkeit einer Westquerung der Elbe in Hamburg, die eine solche aus wirtschaftlicher Sicht auf lange Zeit verwirft, zeigt, dass im Bezirk Harburg und insbesondere in der Region Süderelbe eine autarke regionale Infrastruktur geschaffen werden muss, um die Lebensqualität der stark anwachsenden Bevölkerung zu gewährleisten.
Der Bevölkerungsentwicklung Harburgs entsprechend werden wir das Schul-, Vereins- und Freizeitschwimmen stärken und – möglichst in interkommunaler Abstimmung mit der Gemeinde Neu Wulmstorf – ein Kombibad in Süderelbe (Bezirk Harburg) im Fischbeker Reethen errichten.