2024/II/Wahl/75 Brückenschlag Harburger Binnenhafen

Status:
Annahme

Der Abschnitt Hamburgs Hochschulen stärken, Seite 43 wird nach Zeile 2 um nachfolgenden Text ergänzt: Wir tragen der besonderen Bedeutung der Forschungsstandorte der TUHH am Uni-Campus und im Binnenhafen Harburg Rechnung und werden die Verbindungsachse von der Harburger Schloßinsel über die Harburger Schloßstraße zum Schloßmühlendamm und damit zur Harburger Innenstadt durch ein Brückenbauwerk herstellen.

Begründung:

Seit Beginn der 1990er Jahre befindet sich der Harburger Binnenhafen in einem strukturellen Wandel. Grundlage für die Entwicklung ist der von der
Senatskommission für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr vorgelegte Orientierungsrahmen. Ziel ist die Entwicklung eines „Mischgebiets neuen Typus“ mit
attraktiven Wohnquartieren und hochwertigem Gewerbe. Mit einem Mix aus Wohnen und Leben im Hafen, Gewerbe und Forschungseinrichtungen, ist dieses Ziel erreicht. Wohnen, Wirtschaft, Wissenschaft, das ist der Dreiklang im Harburger Binnenhafen. Gerade die Vernetzung von TUHH und den Forschungsstandorten im Binnenhafen (TUTECH Innovation, Hamburg Innovation, Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML, HIP Hamburg Innovation Port, DLR-Institut für Luftverkehr und weitere), zeigt die Bedeutung des Innovations-Hub Harburg. Seit gut einem Jahrzehnt wird in Harburg über ein technisches Bauwerk diskutiert, das die Innenstadt mit dem Binnenhafen verbindet. Inzwischen liegt der Fokus darauf, die alte Achse Harburger Schloßstraße/Schloßmühlendamm wieder herzustellen. Sie bestand bis Anfang der 1980er-Jahre, dank eines beschrankten Bahnübergangs.
Der Bahnübergang wurde durch die Seehafenbrücke für den motorisierten Verkehr und die Fußgängerunterführung an der Neuen Straße ersetzt. Letztere hat sich durch die Entwicklung des Binnenhafens zum gemischten Quartier mit Büros und Gewerbe, Technischer Universität und weiteren Forschungseinrichtungen sowie zahlreichen Wohnhäusern längst zum Nadelöhr für Fußgänger und Radfahrer entwickelt. Von der ehemaligen Achse blieb nicht einmal ein Blickkontakt übrig. Der ist durch die Lärmschutzwände der Bahn versperrt. Mit der Anbindung des Binnenhafens an die Harburger Innenstadt, kann eine
Verbindungsachse von der Schloßinsel über Harburger Schloßstraße, Schloßmühlendamm, Herbert-und-Greta-Wehnerplatz und Lüneburger Straße bis zum Phoenix-Viertel/Phoenix-Center geschaffen und die städtebauliche Zersiedelung der Harburger Innenstadt aufgebrochen werden. Die Notwendigkeit ist nicht nur in der Harburger Politik und Bevölkerung unbestritten. Bei Besuchen vor Ort wurden dies von dem aktuellen Ersten Bürgermeister ebenso als wichtiges Vorhaben der Stadtentwicklung angesehen, wie dies bereits durch seinen Vorgänger erfolgte. Auch der Verkehrssenator sowie der aktuelle Oberbaudirektor und sein Vorgänger haben die Bedeutung dieser Verbindung unterstrichen.

Beschluss: Annahme
Text des Beschlusses:

Wir werden die bauliche Entwicklung der Hochschule am Standort Harburg nutzen, um den Stadtteil weiter aufzuwerten.

Wir tragen der besonderen Bedeutung der Forschungsstandorte der TUHH am Uni-Campus und im Binnenhafen Harburg Rechnung und werden diese besser mit der Harburger Innenstadt verbinden.

Beschluss-PDF:
Überweisungs-PDF: