2026/I/Org/3 Antrag Round Table Wirtschaft Hamburg

Status:
Nicht Abgestimmt

Der Landesparteitag möge beschließen:

Der Landesvorstand wird gebeten, in Abstimmung mit der SPD Bürgerschaftsfraktion im Vorfeld der nächsten Bundestagswahl und der nächsten Bürgerschaftswahl beginnend ab dem Jahr 2027 eine kontinuierliche Reihe von branchenbezogenen wirtschaftspolitischen Fachkonferenzen im Round-Table-Format durchzuführen. Es sollen Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Clustern, Kammern, Gewerkschaften, Wissenschaft, Finanzierungs- und Förderinstitutionen sowie Initiativen eingeladen werden, insbesondere auch interessierte Unternehmen.

Die wirtschaftspolitischen Arbeitskreise von Partei und Bürgerschaftsfraktion, die AG der Selbständigen (AGS), das Wirtschaftsforum Hamburg e.V., die AfA und der Managerkreis e.V. sollen in die inhaltliche Vorbereitung und die Durchführung der Veranstaltungen eingebunden werden. Ihr Engagement und ihr Wissen sollen genutzt werden, um ein möglichst breites Spektrum an Interessierten in der Stadt zu erreichen.

Für die Koordination soll der Landesvorstand eine geeignete Regelung treffen.

Die Ergebnisse der Round-Table-Veranstaltungen sollen Eingang finden in das Wahlprogramm Hamburg 2030-2035.

Begründung:

Eine Stadt, die sich um Wirtschaft und Arbeit kümmert

Hamburg hat sich als Wirtschaftsstandort in den letzten Jahren im Bundesvergleich gut behauptet und in einer Reihe von Sektoren sogar überdurchschnittlich gut entwickelt. Doch grundlegende Veränderungen der Rahmenbedingungen wie z.B.  Energiewende und ökologische Modernisierung, zunehmende Globalisierungs- und Handelskonflikte sowie die stark wachsende Bedeutung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz fordern neue Antworten, damit Hamburg seine Bedeutung als Industriestandort und Innovationszentrum sowie seine wichtige Rolle im weltweiten Handel behaupten kann.

Die sozialdemokratische Partei und ihre Vertreterinnen und Vertreter in Bürgerschaft und Senat setzen sich konsequent und erfolgreich ein für eine innovative, digital gut aufgestellte und dadurch wettbewerbsfähige, umwelt- und klimaverträgliche Wirtschaft ein, die gute Arbeit ermöglicht.

Die Hamburger SPD ist bei Bürgerschaftswahlen immer dann erfolgreich gewesen, wenn sie in den Augen der Wählerinnen und Wähler auch über große wirtschaftspolitische Problemlösungskompetenz verfügte. Bis zu den nächsten Bürgerschaftswahlen Anfang 2030 soll daher eine aktualisierte Perspektive für die wirtschaftliche Entwicklung Hamburgs entwickelt werden, die möglichst mit konkreten wirtschaftspolitischen Zielen und Maßnahmen für das kommenden Jahrzehnt hinterlegt wird.

Es geht darum, zuzuhören, Raum zu schaffen für Ideen und dabei eigene sozialdemokratische Impulse zu setzen. Dafür bietet es sich an, im Rahmen von regelmäßigen Round Table-Gesprächen interessierte Stakeholder aus Wirtschaft und Gesellschaft, Politik und Wissenschaft einzuladen, die sich mit uns über die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Stadt austauschen wollen.

Themen dieser Round-Table-Gespräche können z.B. Fragen der Zukunft von Wirtschaftsbereichen wie Mikroelektronik im Norden, Life Science-Industrien, Grundstoffindustrien, Luftfahrt, Hafen und Logistik, Onlinehandel und Ernährungswirtschaft (Food)sowie Medien und Kommunikation sein. Iin diesem Rahmen sollen auch die wichtigen Querschnittsthemen behandelt werden wie z.B. die Neuausrichtung der Start-Up-Förderung, die Chancen und Risiken der KI-Entwicklung, die Energiekostenproblematik und die verschärften Klimaziele, der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft sowie die Arbeitsmarktentwicklung und die Fachkräftegewinnung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überweisungs-PDF: